Übungen

Umweltkunde

Algenvorkommen

Das Vorkommen der Burgunderblutalge gilt als Besonderheit des Wörthersees. Die Burgunderblutalge wird fälschlich als „Rotalge“ bezeichnet. Sie ist an einer Rotfärbung des Wassers erkennbar.

Fischbestand

Aus dem Wörthersee sind insgesamt 21 Fischarten bekannt. Die Hauptfische sind die Reinanke (Maräne) und der Hecht. Das Vorkommen der Mairänke (Seelaube) stellt eine Besonderheit dar, weil sie in ganz Kärnten nur im Wörthersee zu finden ist. Aufgrund ihrer grünlichen Färbung bezeichnet man diese Fische im Wörthersee auch als Grünlinge.
Im Abfluss des Wörthersee, der Sattnitz, kommen Zährten, Schneider und Haseln vor.

Krebsvorkommen

Zwischen Klagenfurter Buch und Krumpendorf beherbergt der Wörthersee einen Sumpfkrebsbestand. Diese Osteuropäische Flusskrebsart ist auch im Vassacher See und in einem kleinen Teich nordöstlich von Klagenfurt zu finden.
Einst war der Wörthersee für den Reichtum an Edelkrebsen bekannt, doch dieser ist heute fast erloschen. Den größten Vertreter der heimischen Flusskrebsart findet man heute nur mehr selten, meist in den Mündungsbereichen der Zubringerbäche (Abfluss des Forstsees, des Saisersees und in einigen größeren Teichen am Süd- und Nordufer des Wörthersees) sowie im Abflussbereich der Glanfurt. Aufgrund des Aalbestandes im See und der Vernichtung des ursprünglichen Edelkrebsbestandes durch das Auftreten der Krebspest hat sich kein größerer Bestand mehr im See entwickelt.

Wasservögel

In Ufernähe halten sich zahlreiche Wasservögel wie weiße Schwäne, Bläßhühner und Stockenten auf. Die Haubentaucher sind eher scheu, können blitzschnell unter der Wasseroberfläche verschwinden und tauchen dann an einer anderen Stelle, oft mit einem Fisch im Schnabel, wieder auf.

Landschafts- und Naturschutzgebiete

Im Einzugsgebiet des Wörthersees wurden besonders wertvolle Bereiche zu Landschafts- und Naturschutzgebieten erklärt. Dazu gehören:

Der südlichste Teil der Halbinsel Pörtschach und die durch eine Holzbrücke mit ihr verbundene Blumeninsel stehen unter Landschaftsschutz.
Die Halbinsel weist gepflegte Gartenanlagen und einen Park mit altem Baumbestand auf. Ihr westlicher Teil ist weitgehend natürlich geblieben, trägt einen Schwarzerlenbestand, dem ein Schilfgürtel vorgelagert ist. In diesem Schilfgürtel brüten zahlreiche Wasservögel und für etliche Fischarten ist er ein wichtiger Brut- und Nahrungsbereich.

Das Naturschutzgebiet Walterskirchen befindet sich auf einer Halbinsel westlich von Krumpendorf. In diesem Naturschutzgebiet gibt es einen kleinen See. Bei diesem dürfte es sich um das Überbleibsel eines Wasserweges handeln, der die damalige Insel Walterskirchen mit dem Festland verband. Im gesamten Uferbereich wächst ein Schilfgürtel.

Das Naturschutzgebiet Hallegger Senke reicht von Krumpendorf in nordöstlicher Richtung nach Wölfnitz. Dort befinden sich die drei Hallegger Teiche, die in eiszeitlich gebildeten Mulden liegen. Das Naturschutzgebiet ist wegen seiner Pflanzen- und Tierwelt sehr interessant. Hier findet man beispielsweise die Kugelalge, einige Kleinkrebsarten, zahlreiche Wasservögel und Froscharten, Fische, Kröten und Molche, Schnecken, Reptilien und seltene Schmetterlinge. An den Ufern der Teiche wächst der süßlich riechende Kalmus, der auch für medizinische Zwecke (er wirkt stärkend auf die Verdauung) verwendet wird. An der Wasseroberfläche schwimmt die Wassernuss, die als pflanzliche Besonderheit gilt. In früheren Zeiten wurden ihre Früchte gesammelt und dienten als Nahrungsmittel.

Das Landschaftsschutzgebiet Lendspitz-Siebenhügel liegt am Ostufer des Wörthersees zwischen der Glanfurt und dem Lendkanal. Im östlichen Teil befinden sich vorwiegend Äcker und Wiesen sowie Hügelgruppen. In kleinen Tümpeln kommt der Balkan-Moorfrosch vor, der eine Rarität ist. Diese Amphibienart ist stark bedroht. Eine Besonderheit ist die Blaufärbung des Männchens während der Paarungszeit. In der Glanfurt, dem Abfluss des Wörthersees, wachsen Seerosen und vereinzelt Unterwasserpflanzen wie Laichkräuter und Tausendblatt.

Das Landschaftsschutzgebiet Maiernigg umfasst Flachmoorbereiche am Abfluss des Sees. Dies ist der einzige naturbelassene Teil des Ostufers. Hier leben zahlreiche Kleintiere, Lurche und Kriechtiere, aber auch Schilf- und Wasservögel brüten in diesem Bereich.

Besonderheiten

In der Markgemeinde Velden stehen mehrere uralte Bäume, die als Naturdenkmäler gelten.

An einer Wegkreuzung in Pritschitz, Gemeinde Pörtschach, steht eine fünfhundert Jahre alte Linde, die ein Naturdenkmal ist.

Der älteste Baum rund um den Wörthersee befindet sich in Maria Wörth. Es ist eine über 600 Jahre alte Linde, die am Dorfplatz der Halbinsel steht und einen Umfang von sechs Metern aufweist.

Die nördlich von Maria Wörth gelegene Kapuzinerinsel wurde zum Naturdenkmal erklärt. Diese Insel ist schilfbewachsen und viele Wasservögel haben hier ihre Brutplätze.